Das schwierige Gedenken an Andreas Hofer

Die Offenbarung der Gesinnungen auf den Andreas Hofer-Feiern

Wie kann man des Freiheitshelden Andreas Hofer gedenken, ohne sich zu Freiheit, Selbstbestimmung und Landeseinheit in der heutigen Zeit zu bekennen?

Einige Politiker haben sich in diesem Jahr anlässlich der Gedenkfeiern mit dieser Frage auseinander gesetzt und sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangt.

Gesamttirol einschließlich Welschtirols (des heutigen „Trentino“)
Gesamttirol einschließlich Welschtirols (des heutigen „Trentino“)

Um den 20. Februar werden in Tirol bis heute Gedenkveranstaltungen abgehalten. Zu den Südtiroler Andreas Hofer-Feiern des Jahres 2017 hatte der Südtiroler Schützenbund Vertreter verschiedener politischer Richtungen als Redner eingeladen und damit eine die Parteien überspannende Öffentlichkeit mit der Tiroler Landesgeschichte und dem Thema der Landesteilung konfrontiert.

Die Ansprachen waren interessant, denn hier wurde offenbar, welche Kenntnisse über die Landesgeschichte und welche Betrachtungsweisen  gegeben waren.

Hier können nur einige Beispiele aus der Vielzahl der Feiern angeführt werden.

Die Landesgedenkfeier in Meran

Der Zug zum Festplatz
Der Zug zum Festplatz

Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Elmar Thaler, erinnerte am 19. Februar 2017 in seiner Ansprache bei der Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier in Meran sowohl an Andreas Hofer als auch an den Dichter Julius Mosen.

Thaler hob hervor, dass Andreas Hofer sich immer wieder gegen die Fremdherrschaft aufgelehnt habe. Auch die Schützen würden dies tun, indem sie versuchen, die Zukunft des Landes als einfache Bürger mitzugestalten. Der Europäischen Union würde es derzeit jedoch nicht gelingen, die Vorzüge der Regionalität mit dem Gedanken der europäischen Einigung zu verknüpfen. Nichts sei aber endgültig geregelt, was nicht gerecht geregelt sei. Das galt zu Hofers Zeiten und gelte auch heute.

Auf die von den politischen „Grünen“ vom Zaun gebrochene öffentliche Debatte über den Verbleib der christlichen Kreuze in den Schul-Klassenzimmern eingehend, sagte Thaler: „In der Diskussion der vergangenen Wochen, um Identität, um Symbole, die uns wichtig sind, passt es nun ganz gut, wenn wir, anstatt darüber zu sinnieren, was wir in Zukunft alles ändern könnten, welche Zeichen wir in den Klassenzimmern auf- und abhängen, ganz einfach Taten folgen lassen. Und die Gedenkfeier mit einem Wortgottesdienst beginnen.“

Der Schützen-Landeskurat Pater Christoph Waldner rief in diesem Gottesdienst dazu auf, für das Land und all die Frauen und Männer zu beten, die ihr Leben für den Glauben, ihr Land und das Volk eingesetzt hatten. Der Kurat ging dann auf Julius Mosen, den Dichter der Tiroler Landeshymne, ein und sagte: Die Hymne „beschreibt mit dem Sterben unseres Sandwirtes auch seinen besonderen Mut, die Treue zu seinem Volk und sein Gottvertrauen.“

(Aus „Dolomiten vom 20. Februar 2017)

Dann trat der österreichische Ex-Nationalratsabgeordnete DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ) aus Völs in Nordtirol an das Rednerpult und legte ein bemerkenswertes Bekenntnis ab:

„Die Forderung nach Selbstbestimmung gibt es seit 1918, seit Südtirol von Österreich getrennt und Tirol geteilt wurde.“ Es könne in Zukunft auch eine Situation eintreten, in welcher eine Region Tirol vorstellbar wäre oder es zu einer Weiterentwicklung zu einem Europa komme, in dem neue Verwaltungseinheiten und politische Einheiten entstehen könnten. „Sollte Südtirol die Schutzmacht Österreich brauchen, wir werden immer dazu bereit sein“, versprach der SPÖ-Politiker.

Das waren Äußerungen, die in der staatsmännischen Tradition eines Dr. Bruno Kreisky standen und von den Anwesenden mit Freude gehört wurden.

Weitere Höhepunkte der von der Kapelle St. Pankraz musikalisch umrahmten Feier waren die Ehrensalven und die Kranzniederlegung vor dem Andreas Hofer-Denkmal in Meran.

DDr. Erwin Niederwieser am Rednerpult in Meran, neben ihm der Schützen-Landeskommandant Elmar Thaler
DDr. Erwin Niederwieser am Rednerpult in Meran, neben ihm der Schützen-Landeskommandant Elmar Thaler

Andreas Hofer Denkmal
Anschließend fanden im „Alten Meraner Kurmittelhaus“ Ehrungen für verdiente Mitglieder und Persönlichkeiten statt.

Roland Lang mit Elmar Thaler
Unter den geehrten Persönlichkeiten befand sich auch Roland Lang (Zweiter von links), Obmann des von ehemaligen politischen Häftlingen und Freiheitskämpfern gegründeten Südtiroler Heimatdienstes (SHB). Ihm wurde der Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes verliehen.

Kompatschers Rede und sein Schneckenhaus

Eine ganz andere Rede hielt der Südtiroler Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher (SVP) am 19. Februar 2017 bei der Andreas-Hofer-Feier in dem 400 Seelen-Dorf Penon, an der Südtiroler Weinstraße des Unterlandes.

Er sagte: „Bei der Andreas-Hofer-Feier in Meran sind genügend andere Leute. Außerdem hat man mich nach Penon eingeladen – mit dem Auftrag, die Festrede zu halten.“

Statt auf Hofers Einsatz für Freiheit und Selbstbestimmung des Volkes einzugehen, kritisierte ihn Kompatscher: Der Freiheitskämpfer und Volksheld Andreas Hofer stehe vor allem für Konservatives, „für ein Sich-Verschließen gegenüber Neuerungen.“

Landeshauptmann Arno Kompatscher
Die Tageszeitung „Dolomiten“ berichtete am 20. Februar 2017 unter diesem Titel über Kompatschers Rede in Penon

Und dann kamen unverbindliche Allgemeinplätze wie diese: „Wir dürfen uns nicht in ein Schneckenhaus zurückziehen, denn im Schneckenhaus gibt es keine Freiheit. Dort gibt es keinen Platz für Freiheit.“ Die Südtiroler seien verwurzelt in Tradition und Heimat. Sie könnten „dadurch gefestigt und mit Selbstbewusstsein können Neuem offen und tolerant begegnen. Das heißt aber nicht, tolerant mit Intoleranten zu sein“, und so fort und so weiter. (Zitiert nach „Dolomiten“ vom 20. Februar 2017)

Die Penoner und vor allem die versammelten SVP-Funktionäre dankten mit verhaltenem Applaus. Dass der stets auf Entgegenkommen gegenüber Rom bedachte Landeshauptmann Kompatscher, der auch nicht gerade als Befürworter der Südtiroler Selbstbestimmung bekannt ist, nur vor einer relativ kleinen statt auf der großen Versammlung in Meran sprechen konnte, hatte für ihn als Redner wahrscheinlich seine Vorteile gehabt. In Meran hätte es womöglich andere Reaktionen gegeben.

Zwei SVP-Bezirksobmänner: Selbstbestimmung und der Wille zur Einheit Tirols

Dass es in der SVP zu den Fragen der Selbstbestimmung und der Freiheit auch andere Positionen als die des Landeshauptmannes Arno Kompatscher gibt, stellten bei den Andreas-Hofer-Feiern zwei SVP-Bezirksobmänner unter Beweis.

In Sarnthein hielt der SVP-Bezirksobmann Christoph Perathoner am 19. Februar 2017 die Festrede auf der Andreas-Hofer-Gedenkfeier und sprach dabei das Thema der Selbstbestimmung für Südtirol an. Die Selbstbestimmung, führte der Redner aus, sei „das Recht eines Volkes, sein Schicksal selbst zu gestalten.“

In Neumarkt im Unterland erklärte der Landtagsabgeordnete und SVP-Bezirksobmann Oswald Schiefer in seiner Gedenkrede: „Durch diese Gedenkfeiern beweisen wir in unserer Gemeinde und den einzelnen Ortschaften den Willen zur Einheit und Geschlossenheit Tirols.“

EX-SPD-Bürgermeister Christian Ude: Hofer nicht verklären!

In Gries bei Bozen hielt der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) die Festrede.

Der ehemalige Münchner Oberbürgermeister oblag Christian Ude nach der Gedenkveranstaltung im Kreise der Schützen.

Wie es einem vermeintlich fortschrittlichen Politiker seines Zuschnittes zukommt, demonstrierte er seine kritische Einstellung gegenüber vaterländischen Themen.

Er sei „kein Freund von Heldengedenken“. Man müsse dem Bestreben von „Deutschnationalen“, Hofer zu vereinnahmen, „unbedingt entgegentreten“, denn „das ist ein völliger Schmarrn“. Bei Andreas Hofer stehe die Liebe zur Heimat im Vordergrund, „aber wir sollen ihn nicht verklären, sondern gemäß unserer realistischen Zeit betrachten“, schloss Ude seine Gedenkrede, in welcher er das Thema der Selbstbestimmung für Südtirol sorgsam vermieden hatte. (Zitiert nach „Dolomiten“ vom 20. Februar 2017)

Warum unsere jetzige Zeit eine „realistische Zeit“ sei im Gegensatz offenbar zu anderen nicht realistischen Zeiten und was diese Formulierung überhaupt bedeuten solle, hatte Ude nicht erklärt.

Ein junger Schütze in Bozen: Gegen Fremdbestimmung, für Einheit und Freiheit!

Matthias Hofer
Matthias Hofer

Für die Zuhörer besser verständlich war das, was der junge Schützen-Oberleutnant Mathias Hofer von der Olanger Schützenkompanie Peter Sigmayr am 19. Februar 2017 bei der großen Feier vor dem Dom in Bozen in seiner Festrede vermittelte:

„Für uns ist vielfach alles selbstverständlich, daher ist es wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst werden, dass wir das, was wir haben, diese wunderschöne Heimat und das Recht auf Muttersprache, nicht geschenkt bekommen haben. Dass es Menschen gab, die wie Andreas Hofer den Mut hatten, für unsere Rechte einzustehen, dafür zu kämpfen und sogar mit dem Leben dafür zu bezahlen.“

Der junge Schütze sagte weiter:

„Viele gedenken heute der Freiheitskämpfe und wissen oft gar nicht mehr, warum wir stolz auf unsere Vorfahren sein können. Wir müssen deshalb so stolz darauf sein, weil unsere Vorfahren in schwierigen Zeiten viel an persönlicher Verantwortung auf sich genommen haben, um die Fremdbestimmung zu verhindern, die Einheit und die Freiheit unseres Landes zu retten und so dem Land eine Zukunft zu geben. Ihr Erbe muss uns Auftrag und Verpflichtung sein.

Deshalb brauche es auch heute Menschen, die mutig sind und für das Allgemeinwohl, die Gerechtigkeit, die Freiheit und die Heimat eintreten. (Zitiert nach „Dolomiten“ vom 20. Februar 2017)

FPÖ-Südtirolsprecher und Nationalratsabgeordneter Werner Neubauer in Klausen:
Das Ziel ist die Zusammenführung der Tiroler Landesteile

Am 20.Februar 2017 hielt der österreichische Nationalratsabgeordnete und FPÖ-Südtirolsprecher Werner Neubauer die Festrede auf der Andreas Hofer Gedenkfeier der Schützenkompanie Klausen im Schützenbezirk Brixen.

Der österreichische Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer ist Mitglied der Schützenkompanie Gries. Hier steht er zusammen mit dem Schützenhauptmann Fabian Baumgartner nach der Kranzniederlegung vor dem Denkmal des Paters Haspinger in Klausen.
Der österreichische Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer ist Mitglied der Schützenkompanie Gries. Hier steht er zusammen mit dem Schützenhauptmann Fabian Baumgartner nach der Kranzniederlegung vor dem Denkmal des Paters Haspinger in Klausen.

Der Abgeordnete Neubauer sprach offen an, was die Gestalt Andreas Hofers für die heutige Zeit bedeutsam macht. Es seien dies die Fragen der Landeseinheit und des Selbstbestimmungsrechts.

Sinn eines solchen Gedenkjahres“, sagte Neubauer, „muss es sein, die Vergangenheit zu respektieren und gerade in der Person Hofers jene Tugenden zu erkennen, die sich im ausgewiesenen Mut, seiner Geradlinigkeit und Tapferkeit, aber auch in der Religion und Liebe zur eigenen Tradition und der Heimat, in besonders hervorragender Weise widerspiegeln.

Das diesjährige Gedenken müssen wir aber vor allem auch zum Anlass nehmen, um über den zukünftigen Weg, der nach der schmerzlichen  Abtrennung der österreichischen Minderheit im südlichen Tirol im Jahre 1919 durch den Vertrag von Paris-Saint Germain, eingeleitet wurde, ernsthafte Gedanken zu fassen.

Das Ziel muss es sein, die drei Tiroler Landesteile wieder zusammenzuführen.“

 Der Abgeordnete Neubauer erinnerte an die Verdienste der Freiheitskämpfer der 1960er Jahre. Bild links: Von links nach rechts: Georg Klotz, Luis Amplatz und Kurt Welser. Bild rechts: Anton Gostner
Der Abgeordnete Neubauer erinnerte an die Verdienste der Freiheitskämpfer der 1960er Jahre. Bild links: Von links nach rechts: Georg Klotz, Luis Amplatz und Kurt Welser. Bild rechts: Anton Gostner

Bild links: Der Freiheitskämpfer Sepp Kerschbaumer. Bild rechts: Der Freiheitskämpfer Franz Höfler
Bild links: Der Freiheitskämpfer Sepp Kerschbaumer. Bild rechts: Der Freiheitskämpfer Franz Höfler

Männern wie Luis Amplatz, Jörg Klotz, Franz Höfler, Anton Gostner und Sepp Kerschbaumer, um nur einige zu nennen, sei es letztlich zu verdanken gewesen, dass der staatlich gesteuerten Unterwanderung Einhalt geboten werden konnte und dass der Abschluss zum Autonomiepaket erreicht wurde. Das sei aber noch nicht das Ende des Weges.

Es geht um das Selbstbestimmungsrecht

„Das Selbstbestimmungsrecht der Völker“, führte Neubauer weiter aus, „ist für uns unteilbar und unverzichtbar. Bis zur Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der Südtiroler ist es die historische Aufgabe Österreichs, den Bestand der deutschen und ladinischen Volksgruppen in Südtirol so wie den rechtlichen Status mit allen verfügbaren friedlichen Mitteln zu sichern.“

Die Schützenkompanie Klausen, sagte Neubauer, habe sich den berühmten Tiroler Freiheitskämpfer und Landesverteidiger, den Kapuzinerpater Joachim Haspinger, als Namenspaten gewählt.

Dieses Bild Franz von Defreggers zeigt die Tiroler Freiheitskämpfer Josef Speckbacher, Andreas Hofer und Pater Joachim Haspinger im Jahre 1809 beim Kriegsrat. Vor ihnen sitzt Andeas Hofers Sekretär Kajetan Sweth.
Dieses Bild Franz von Defreggers zeigt die Tiroler Freiheitskämpfer Josef Speckbacher, Andreas Hofer und Pater Joachim Haspinger im Jahre 1809 beim Kriegsrat. Vor ihnen sitzt Andeas Hofers Sekretär Kajetan Sweth.

Dieser habe mehrfach in den Landesaufgeboten die Grenzen Tirols verteidigen geholfen und habe sich als bereits geweihter Priester 1809 am Tiroler Volksaufstand beteiligt.

„Haspinger nahm in der Folge auch an den Bergisel-Schlachten an vorderster Front teil. Er hielt in schwierigsten Situationen durch, führte seinen Kreuzstab als Banner voran. … Er wurde zum Volksführer, später zum Kommandanten. Pater Joachim war von nun an einer der feurigsten Arme des Aufstandes.“

Das im Innsbrucker Landesmuseum Ferdinandeum befindliche Gemälde von J. Koch zeigt Andreas Hofer, Josef Speckbacher und Pater Joachim Haspinger im Tiroler Freiheitskampf von 1809.
Das im Innsbrucker Landesmuseum Ferdinandeum befindliche Gemälde von J. Koch zeigt Andreas Hofer, Josef Speckbacher und Pater Joachim Haspinger im Tiroler Freiheitskampf von 1809.

Pater Haspinger, berichtete Neubauer, habe nach der endgültigen Niederlage der Tiroler Tirol verlassen und 1858 fern seiner Heimat in Salzburg sterben müssen.

Es sei ein Signal der Hoffnung, dass die Schützenkompanie Klausen mit dieser Feier an die ebenso tragische wie heldenhafte Vergangenheit Tirols erinnere und das Andenken an Andreas Hofer begehe.

„Am Grabe Hofers, Speckbachers und Haspingers in der Innsbrucker Hofkirche befindet sich folgender Schwur Tirols:

Ein Volk, dem man die Heimat nahm,
gräbt knirschend seinen Zorn und Gram hier in den Stein der Heldengruft
Und schwört bei Hofers Staub und ruft:
Wir werden rasten und ruhen nicht
bis unsrer Knechtschaft Fessel bricht und Nord und Süd die Bruderhand
sich reichen im deutschen Hofer Land

Es lebe Tirol!“

Weitere Artikel zum Thema:

Das Leben und Sterben Andreas Hofers

Dokumentation: Erinnerung an den Dichter der Tiroler Landeshymne




Das Leben und Sterben Andreas Hofers

„ … auf den Bergen ist die Freiheit!“

„Klingt diese Stelle, die ich jetzt erst verstehe, nicht wie eine Prophezeiung, wenn Sie auf das Hochgebirge blicken, das sich auf den Ruf seines Hofers erhoben hat? Welch ein Mann, dieser Andreas Hofer! Ein Bauer wird ein Feldherr, und was für einer! Seine Waffe – Gebet, sein Bundesgenosse – Gott! Er kämpft mit gefalteten Händen, kämpft mit gebeugten Knien und schlägt mit dem Flammenschwert des Cherubs …“

Dies schrieb Königin Marie Luise von Preußen aus Königsberg, aus Verbannung und Flucht, zur Zeit der tiefsten Erniedrigung Deutschlands durch Napoleon

 

Bild links: Portrait Andreas Hofers von Placidus Altmutter Bild rechts: Erzherzog Johann von Österreich (Maler unbekannt)
Bild links: Portrait Andreas Hofers von Placidus Altmutter Bild rechts: Erzherzog Johann von Österreich (Maler unbekannt)

Vor 250 Jahren wurde Andreas Hofer am 22. November 1767 auf dem Sandhof in St. Leonhard im Passeier geboren. Er übernahm nach dem Tod seines Vaters mit 22 Jahren den Sandhof und betrieb auch Pferde-, Wein- und Branntweinhandel, wodurch er im ganzen Land herum kam. Seine Frau Anna bewirtschaftete den Hof. Hofer war des Lesens und Schreibens kundig und beherrschte auch die italienische Sprache.

In den Kämpfen von 1797 hatte Hofer bereits als Hauptmann die Erste Passeirer Landsturmkompanie kommandiert.

Am 4. November 1805 traf Hofer heimlich in Bruneck oder Lienz mit dem Erzherzog Johann zusammen, den er auch schon ein Jahr zuvor auf dem Sandhof bewirtet hatte. Diesmal ging es darum, die Möglichkeiten einer Erhebung gegen die Bayern zu besprechen

Kriegsrat Andreas Hofers (Gemälde von Franz von Defregger)
Kriegsrat Andreas Hofers (Gemälde von Franz von Defregger)

Das von Kaiser Maximilian 1511 erlassene „Landlibell“ war die älteste Wehrverfassung Tirols, welche alle Tiroler zur Landesverteidigung verpflichtete, sie dafür aber vom Kriegsdienst außerhalb des Landes befreite.
Das von Kaiser Maximilian 1511 erlassene „Landlibell“ war die älteste Wehrverfassung Tirols, welche alle Tiroler zur Landesverteidigung verpflichtete, sie dafür aber vom Kriegsdienst außerhalb des Landes befreite.

Im Jänner 1809 reiste Hofer zusammen mit einigen Vertrauten nach Wien. In mehreren Besprechungen mit Erzherzog Johann wurden die Verabredungen zum Aufstand der Tiroler getroffen und am 8. April 1809 erging das Besitzergreifungspatent des Erzherzog Johanns. Einen Tag danach erhob sich das Land.

Am 17. April 1809 nahm Hofer zusammen mit dem Chef der österreichischen Zivilverwaltung, Josef Freiherr von Hormayr im Schloss Tirol im Namen Österreichs sinnbildlich von dem Land Besitz. Bald waren die bayerischen Besatzungstruppen aus dem Land gedrängt.

Als bayerische Truppen unter Marschall Lefebvre wieder in Tirol einfielen und bis Innsbruck vorrückten, übernahm Hofer als Oberkommandant in Tirol den Befehl und rief aufgrund des Landlibells von 1511 den Landsturm zu den Fahnen.

In den Napoleonischen Kriegen zog 1796 das Tiroler Landesaufgebot gegen den Feind. 1809 sollte Andreas Hofer das Landesaufgebot wieder zu den Waffen rufen.
In den Napoleonischen Kriegen zog 1796 das Tiroler Landesaufgebot gegen den Feind. 1809 sollte Andreas Hofer das Landesaufgebot wieder zu den Waffen rufen.

Am 29. Mai 1809 fand die siegreiche Schlacht auf dem Bergisel bei Innsbruck statt.

Durch den Waffenstillstand von Znaim am 12. Juli 1809 war Tirol wieder den Feinden preisgegeben. Hofer rief das Tiroler Aufgebot erneut zu den Waffen. Am 13. August 1809 kam es zu einer erneuten siegreichen Schlacht am Bergisel.

Der Schönbrunner Friede vom 14. Oktober 1809 gab aber nun das Land dem Feind preis. Hofer entschied sich aber zum Weiterkämpfen, diesmal ohne österreichische Unterstützung.

Nun kam es am 1. November 1809 zur letzten Schlacht auf dem Bergisel, die mit einer Niederlage endete.

Nach mehreren weiteren verlustreichen Gefechten brach der Tiroler Aufstand zusammen. Hofer musste in die Berge fliehen, wurde an die Franzosen verraten und auf der Pfandleralm verhaftet.

Am 20. Februar 1810 ging Andreas Hofer vor der Bastei der Festung Mantua mit einer aufrechten Haltung in den Tod, die sein letzter Beichtvater und Beistand im Tode, Giovanni Manifesti, der Propst und Erzpriester von Santa Barbara, bezeugte: „Con somma mia consolazione ed edificazione ho ammirato un uomo, ch’e andato alla morte come un eroe cristiano, e l’ha sostenuta  come martire intrepido.” („Ich bewunderte voll Trost und Erbauung einen Mann, der als christlicher Held zum Tode ging und ihn als unerschrockener Märtyrer erlitt.“)

Andreas Hofers letzter Gang. (Postkarte anlässlich der Hofer-Gedenkfeiern 1909)
Andreas Hofers letzter Gang. (Postkarte anlässlich der Hofer-Gedenkfeiern 1909)

1823 enterdigten österreichische Offiziere Hofers sterbliche Überreste in Mantua und brachten diese nach Innsbruck, wo sie in der Innsbrucker Hofkirche beigesetzt wurden.

Bild links: Die Enterdigung der Gebeine Andreas Hofers in Mantua (zeitgenössischer Stich). Bild rechts: Das Grabmal Andreas Hofers in der Hofkirche in Innsbruck. Die Fahne in der Hand Hofers trägt so lange einen Trauerflor, bis das Land Tirol in seinen alten Grenzen wieder vereinigt sein wird.
Bild links: Die Enterdigung der Gebeine Andreas Hofers in Mantua (zeitgenössischer Stich). Bild rechts: Das Grabmal Andreas Hofers in der Hofkirche in Innsbruck. Die Fahne in der Hand Hofers trägt so lange einen Trauerflor, bis das Land Tirol in seinen alten Grenzen wieder vereinigt sein wird.

Erzherzog Johann war ein Freund und großer Verehrer Andreas Hofers gewesen. Er liebte das Land Tirol, in welchem er seine späten Lebensjahre verbrachte. Im Jahre 1845 schrieb er, nachdem er wieder nach Tirol hatte zurückkehren können:

„Ich war wieder in Tirol, frei und unbehindert, dem Land angehörend durch Liebe und Treue, durch Besitztum, durch Weib und Kind. Jenem Land, von dem ich vor 15 Jahren eine Schachtel Erde holte, damit auf dieser einst mein Haupt im Grabe ruhe – wusste ich doch nicht, ob es mir einmal vergönnt sein werde, frei dasselbe zu betreten.“

(Aus Johanns Tagebuch von 1845. Zitiert bei Bernhard Wurzer: „Tiroler Freiheitskampf“, Schriftenreihe zur Zeitgeschichte Tirols, Bd. 5, Erw. Neuauflage, S. 89)

Johann hatte auch die Wiege des Freiheitshelden Andreas Hofer zu dessen Andenken auf sein Schloss Schenna bei Meran geholt. Dort ruht der Erzherzog, seinem letzten Wunsch gemäß, im Mausoleum des Schlosses, an seiner Seite ruhen seine Frau und sein Sohn.

Ein düsterer Nachhall:
Die provokatorische Sprengung des Andreas-Hofer-Denkmals in Innsbruck im Jahre 1961

Alte Postkarte mit dem Andreas Hofer-Denkmal auf dem Bergisel
Alte Postkarte mit dem Andreas Hofer-Denkmal auf dem Bergisel

An Andreas Hofer erinnert auf dem Bergisel bei Innsbruck ein großes Denkmal, welches 1961 gesprengt und später wieder aufgebaut wurde.

Im Jahre 2009 veröffentlichte ein junger Journalist der „Tiroler Tageszeitung“, namens Manuel Fasser, Geburtsjahrgang 1982, ein Buch mit dem Titel „Ein Tirol – zwei Welten. Das politische Erbe der Südtiroler Feuernacht von 1961“. (StudienVerlag Innsbruck-Wien-Bozen 2009)

Neue Tatsachen brachte das Buch keine. Manuel Fasser war es lediglich ein Anliegen, die Südtiroler Freiheitskämpfer der 1960er Jahre als „Terroristen“ festzuschreiben.

Interessanter als Fassers Begriffsspielereien war aber ein von dem Südtiroler Lehrer und Lokalhistoriker Leopold Steurer verfasster Beitrag.

Leopold Steurer bei einem Fernsehauftritt
Leopold Steurer bei einem Fernsehauftritt

In seinem „Nachwort – historische Hintergründe zur Feuernacht“, beschuldigte der von Schülern auch als „Roter Poldi“ titulierte frühere Mao-Bewunderer Leopold Steurer den „Befreiungsausschuß Südtirol“ (BAS), am 1. Oktober 1961 das Andreas-Hofer-Denkmal in Innsbruck gesprengt zu haben. Dies sollte laut Steurer eine „Welle nationaler Empörung“ gegen Italien zu provozieren. „Die Waffe des Dynamits musste sich gegen das patriotische Herzstück und Heiligtum der eigenen Gruppe, eben das Andreas-Hofer-Denkmal auf dem Bergisel, richten, um durch die künstliche Schaffung einer neuen Welle nationaler Empörung ein Gefühl der kollektiven Bedrohung durch diesen ‚feindlichen Gegenschlag‘ zu erzeugen und damit von den eigenen Fehlern und Misserfolgen abzulenken und den politischen Tiefpunkt zu überwinden.“ (Leopold Steurer: „Nachwort“, in: Manuel Fasser, a.a.O., S. 184)

Das von Neofaschisten gesprengte - und in der Folge wieder aufgebaute - Andreas Hofer-Denkmal auf dem Bergisel in Innsbruck
Das von Neofaschisten gesprengte – und in der Folge wieder aufgebaute – Andreas Hofer-Denkmal auf dem Bergisel in Innsbruck

Pech für den Ideologen Steurer: Im Jahr 1965 wurde in Italien eine neofaschistische Terrorgruppe aufgedeckt. Bei Hausdurchsuchungen fanden sich die Beweise, dass diese Neofaschisten Anschläge in Österreich einschließlich der Sprengung des Denkmals auf dem Bergisel begangen hatten. Weitere Enthüllungen, welche die Täterschaft dieser italienischen „Gladio“-Gruppe bestätigten, erfolgten in den darauf folgenden Jahren. (Die durch offizielle Gerichtsakten belegten Nachweise sind nachzulesen in: Hubert Speckner: „Von der ‚Feuernacht‘ zur ‚Porzescharte‘ …“, Wien 2016, S. 123ff; in: Hans Karl Peterlini: Feuernacht – Südtirols Bombenjahre 1961 – 2011“, Bozen 2011, S. 251ff; sowie in: Helmut Golowitsch: „Für die Heimat kein Opfer zu schwer. Folter – Tod – Erniedrigung. Südtirol 1961 – 1969“, Edition Südtiroler Zeitgeschichte. 2. Auflage, 2009, S. 725ff)




Dokumentation: Erinnerung an den Dichter der Tiroler Landeshymne

Man darf in diesem Jahr in Zusammenhang mit Andreas Hofer noch eines weiteren Mannes gedenken: Vor 150 Jahren war der Dichter Julius Mosen aus Marieney im Oldenburgischen verstorben, welcher die Landeshymne „Zu Matua in Banden…“ gedichtet hatte.

Der Dichter Julius Mosen

Mosen stammte aus einer alten jüdischen Prager Familie, welche ursprünglich den Namen Moses getragen hatte und später zum Protestantismus konvertiert war. Mitglieder der Familie Mosen betätigten sich im Dienste der evangelischen Kirche. Mosens Vater war evangelischer Kirchenkantor und Dorfschullehrer. Der junge Mosen hatte sich als Student der neu gegründeten deutschen Burschenschaft Germania Jena angeschlossen und sich für die freiheitlichen Ideale begeistert. Im Jahre 1823 bewegte ihn die Nachricht über die Heimholung der sterblichen Überreste Hofers nach Innsbruck, die damals Tagesgespräch war.

Als der junge Mosen eine Bildungsreise nach Italien zu den Stätten des Altertums unternahm, unterbrach er Anfang 1826 in Innsbruck die Reise. Mosen besucht das Grab Hofers und alle Stätten in Innsbruck, an denen Hofer geweilt hatte. Ihm kam vor, wie er im Tagebuch festhielt, dass der Geist Hofers in dieser Stadt noch allgegenwärtig sei. Mosen stand auf dem Bergisel und der Eindruck erschütterte ihn tief. Noch immer zeigte der Berg die Wunden des mörderischen Ringens, die Spuren des Artilleriefeuers, das seine Hänge verwüstet hatte.

Es sollte noch 5 Jahre dauern, bis das tiefe Erleben gereift war und seinen Ausdruck in einem Gedicht fand, das in seiner Schlichtheit zu den großen Dichtungen deutscher Sprache zählt.

1831 schrieb er mit fliegender Feder in einem einzigen genialen Handstreich nieder, was ihn so lange bewegt hat – das Gedicht vom Andreas Hofer.

Andreas Hofer Lied Handschrift von Mosen
Diese Original-Niederschrift des Liedtextes von der Hand Julius Mosens befindet sich im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck

F. F. Stapf, der Biograph Mosens, sagt über das spätere „Andreas Hofer Lied“: „Es kommt aus dem Herzen und es geht deshalb zu Herzen. Es ist von schlichter Größe und edler Einfalt – kein rätselhaftes, intellektuelles Kunstgebilde. Es erinnert in seiner Einfachheit, Klarheit und Schönheit an Sagen, Volksmärchen, Volksweisen und in seiner Kraft an protestantische Kirchenlieder wie „Ein’ feste Burg ist unser Gott“. (Fred Frank Stapf: “Julius Mosen. Der Vogtländer Dichter des Andreas-Hofer-Liedes“, Lappersdorf 1995)

Andreas Hofer Lied Zu Mantua in Banden

Das Gedicht machte den jungen Dichter Mosen über Nacht bekannt. Als der Klosterneuburger Sänger und Komponist Leopold Knebelsberger anlässlich eines Aufenthaltes im Zillertal im Jahre 1844 das Gedicht unter Verwendung von Volksliedmotiven vertonte, trat das „Andreas Hofer Lied“ seinen Siegeszug durch Tirol und weiter durch den gesamten deutschen Sprachraum an. Es wurde zum Volkslied, denn Text und Melodie sind für einander geschaffen. Sie drücken in Schlichtheit und Schönheit den Stolz des Volkes auf einen seiner edelsten Helden aus. Und die Trauer über das tapfere Sterben des Sandwirtes.

Knebelsberger war es im Jahre 1865 ein Anliegen, zusammen mit alpenländischen Sängern den damals schon todkranken Dichter an seinem Wohnsitz in Oldenburg zu besuchen. Die Sänger erschienen in Tiroler Tracht und wurden von der Gattin Minna in das Krankenzimmer hinein geführt. Im Halbkreis umstanden sie das Bett und stimmten unter Begleitung einer Zither sein – ihr – Andreas Hofer Lied an. Mosen konnte kaum noch sprechen, aber er bewegte die Lippen zu dem Liedvortrag und sprach leise die Worte des Liedes mit. Tränen rannen ihm über das Gesicht. Die Sänger wussten, dass sie von einem Todgeweihten Abschied nahmen. Zwei Jahre später sollte der Dichter von seinem langem Leiden erlöst sein.

Julius Mosen aber lebt durch das ergreifende Andreas Hofer Lied in unser aller Andenken weiter.

„Zu Mantua in Banden“ wurde in den kommenden Jahrzehnten zu dem Lied, welches bis auf den heutigen Tag durch Generationen hindurch das Selbstverständnis der Tiroler geprägt hat.

Ignaz von Zingerle, der große Tiroler Sprach- und Literaturwissenschafter, nahm das Lied, weil es schon zum Volkslied geworden war, im Jahre 1850 in seine volkskundliche Sammlung „Sagen aus Tirol“ auf.

Im Jahre 1815 sangen es die zur Front in Fels und Eis ausrückenden Standschützen des Ersten Weltkrieges.

Kastelruther Standschützen des Ersten Weltkriegs an der Gebirgsfront

Und in den finstersten Tagen der faschistischen Unterdrückung richtete das als völkisches und politisches Bekenntnis heimlich gesungene Lied vom tapferen Sterben des Sandwirtes für sein Land Tirol die Menschen im besetzten Landesteil auf. Das Vorbild Hofers verlieh ihnen die Kraft, zu leiden und zu widerstehen.

Das schlichte Lied hat damit ganz wesentlich dazu beigetragen, das Tirolerland in Gefahr und Bedrängnis deutsch und ladinisch zu erhalten.

Seit dem Jahre 1915 befindet sich die Originalniederschrift aus der Hand des Dichters im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck. Die Schwiegertochter Mosens, Maria Mosen, geborene Briest, hat sie den Tirolern gestiftet.

Am 2. Juni 1948 erhob der Nordtiroler Landtag das Andreas Hofer Lied nach den Worten von Mosen und der Melodie von Knebelsberger offiziell zur Tiroler Landeshymne. Seitdem wird dieses Lied zu allen offiziellen und feierlichen Anlässen gesungen. Es erklingt auch alljährlich auf dem Friedhof von St. Pauls in Südtirol, wenn der Südtiroler Heimatbund, die Schützen aus ganz Tirol, die Bevölkerung und zahlreiche Politiker das Andenken der verstorbenen Freiheitskämpfer der Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts vor deren Gedenktafel ehren.

Gedenkfeier für die Freiheitskämpfer der 1960er Jahre auf dem Friedhof von St. Pauls

Dass es im Jahr 2003 in ganz Tirol noch kein Denkmal für den Schöpfer der Tiroler Landeshymne gab, hatte den Innsbrucker Wirtschaftstreibenden Dr. Hans Paul Cammerlander dann dazu veranlasst, ein Relief zu dem Andenken an den Dichter Julius Mosen und an den Komponisten Leopold Knebelsberger, welcher die Hymne vertont hatte, anfertigen zu lassen.

Am 8. Juli 2003 wurde das von Emmerich Kerle geschaffene Bronzerelief an der Außenmauer des im Besitz Paul Kammerlanders befindlichen Innsbrucker Traditionsgasthauses „Goldener Adler“ angebracht und in einer schlichten und schönen Feier der Öffentlichkeit vorgestellt. Immerhin hatte Andreas Hofer 1809 im „Goldenen Adler“ ein Hauptquartier aufgeschlagen. „Am unseren Rundtisch plante er die Bergisel-Schlacht“, erklärte der Hotelier Cammerlander stolz bei der Einweihungsfeier.

Die zur Erinnerung an Mosen in Innsbruck angebrachte Gedenktafel, die hinter dem Portrait des Dichters auch das Portrait des Komponisten Knebelsberger zeigt.

Der Südtiroler Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder hatte zusammen mit herzlichen Grußworten die Peter-Mayr-Schützenkompanie zu dieser Feier entsandt.

Und der Südtiroler Kulturlandesrat Dr. Bruno Hosp kündigte an, in Südtirol dafür sorgen zu wollen, dass das ehrende Andenken an Julius Mosen gewahrt werde.